Durchblutung bei Hochdruck- und Normaldruckglaukom

Perimetrie

The concept of visual field indices Das Ergebnis einer statischen Perimetrie besteht aus vielen Zahlen. Ein automatisches Perimeter kann dies graphisch, z.B. in Form einer Graustufe, darstellen. Um aber einen quantitativen Vergleich von Gesichtsfeldern zu erleichtern, hat Josef Flammer die sogenannten Gesichtsfeld Indices entwickelt und eingeführt. Sie finden hier seine entsprechende Original-Beschreibung.
The Octopus Glaucoma G1 Program Das erste automatische Perimeter (Octopus) wurde von Prof. Franz Fankhauser entwickelt. Die Messungen dauerten aber anfänglich lange. Es wurden auch äquidistante Messraster verwendet, was für das Glaukom nicht ideal ist. Als J. Flammer zur Forschungsgruppe von Fankhauser stiess, hat er sich speziell der Glaukom-Perimetrie gewidmet. Aus dieser Arbeit ist dann u. a. das Oktopus-Glaukom-Programm G1 und G2 entstanden.
Heute, Jahrzehnte später, ist dieses Programm noch immer weltweit im Einsatz. Sehr oft wird es heute auch für das Perimetrieren von Patienten mit anderen Krankheiten eingesetzt. Hier finden sie die Original-Beschreibung des Glaukom-Programmes G1.
The cumulative defect curve: separation of local and diffuse components of visual field damage Früher ging man davon aus, dass das Glaukom nur lokale Ausfälle im Gesichtsfeld, also nur Skotome, verursache. Diffuse Ausfälle hat man vollständig anderen Ursachen, z.B. dem Katarakt zugeschoben. Heute wissen wir, dass die glaukombedingten Ausfälle der Nervenfasern und damit auch die Ausfälle im Gesichtsfeld, sowohl lokal als auch recht diffus sein können. Solche diffuse Ausfälle zu quantifizieren und von den lokalen Ausfällen zu trennen ist nicht ganz einfach. Deshalb haben Bebie et al. die kumulative Defektkurve (sogenannte Bebie-Kurve) eingeführt. Das ermöglicht visuell die beiden Ausfall-Typen zu trennen.
Gesichtsfeldatlas Dieser Gesichtsfeld-Atlas von Kaiser et al. hilft die Gesichtsfelder zu interpretieren und den Krankheiten zuzuordnen. Er ist gedacht für Ophthalmologen, Neurologen, Optometristen, Perimetristen und interessierte Patienten. Gesichtsfeld-Beispiele von mehr als 40 verschiedenen Krankheitsbildern werden gezeigt. Dieser Atlas wurde auf Deutsch, Englisch und Spanisch publiziert.

HJ Kaiser and J Flammer: Gesichtsfeldatlas / Visual Field Atlas / Atlas de Campo Visual.
Buser Printing Company, Basel Switzerland, 1991
Automated Perimetry Für manche von uns ist ein automatisches Perimeter eine "black box". Dieses Buch «Automated Perimetry, Visual Field Digest» erklärt die technischen und physiologischen Grundlagen. Es erklärt, warum das Perimeter was wie misst. So kann der Anwender die Ergebnisse richtig und besser verstehen. Es wurde geschrieben von Autoren, welche Pioniere der Perimetrie-Forschung und der Entwicklung der automatischen Perimetrie sind.
Quantification of Glaucomatous Visual Field Defects with Automated Perimetry In dieser Original-Arbeit beschreiben Flammer et al. die verschiedenen Möglichkeiten um ein Gesichtsfeld zu visualisieren und quantitativ zu beschreiben. Das umfasst die numerischen Gitter, Graustufen, dreidimensionale Empfindlichkeitsberge, Gesichtsfeldindices und kumulative relative Häufigkeiten. Die meisten der damals entwickelten und hier beschriebenen Methoden haben Eingang gefunden in die klinische Routine.
Fehlerquellen in der automatisierten statischen Perimetrie Bei der Interpretation von Gesichtsfelddefekten stellt sich oft die Frage, ob und wieweit ein Schaden nicht oder nicht nur vom Glaukom stammt, sondern eventuell ganz oder teilweise von einer anderen Krankheit. Ebenso wichtig ist aber auch die Frage, ob die Ausfälle echt sind oder eventuell nur Artefakte. In dieser Arbeit beschreiben Rabineau et al. die verschiedenen möglichen Fehlerquellen in der Perimetrie, wie z.B. falsche Refraktion, schmutzige Kontaktlinsen, anatomische Hindernisse oder Kooperations-Probleme etc.
Relationship cataract density and visual field damage Glaukom-Patienten haben oft eine mehr oder weniger fortgeschrittene Katarakt. Das hat natürlich einen Einfluss auf das Gesichtsfeld. Yao et al. haben gezeigt, dass der Einfluss eines Katarakts auf das Gesichtsfeld recht diffus ist, also keine Skotome imitiert. Der Katarakt induzierte Glaukom-Schaden korreliert mit der Stärke der Trübung der Linse. Nach einer Katarakt-Operation verbessert sich das Gesichtsfeld, normalisiert sich aber nicht ganz. Der Grund liegt darin, dass die Kunstlinsen mehr für die Sehschärfe, aber weniger für das (periphere) Gesichtsfeld optimiert sind.